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    Warum nach Rio oder Südamerika ?

    Also Rio ist wohl immer eine Reise wert ! Es ist einfach die schönste Stadt der Welt !

    Es war Januar und es galt eine Menge Resturlaubstage abzufeiern. Eigentlich wollte ich diese Gelegenheit für eine Reise entweder nach Nordbrasilien - weil so viele Leute davon schwärmen - oder nach Argentinien nutzen. Den ganzen Winter über gab es so preiswerte Angebote Frankfurt - Bueons Aires zu DM 7xx von Lufthansa Discount.

    Als es dann endlich so weit war, daß ich Urlaub nehmen konnte, gab es die Lufthansa Discount Tickets natürlich gerade nicht mehr. Aber dafür einen KLM-Flug Stuttgart - Amsterdam - Rio und zurück zum Preis von DM 822,00 bei ltur, Rückflug nach genau 16 Tagen. Anstelle von 16 Tagen gingen aber auch 23 Tage und so war das Ticket schnell gekauft.

    Was nun aber 22 Tage in Rio machen. Klar, Strand und Nachtleben. Kenne ich aber schon - Januar 1998 und März 1999 war ich ebenfalls schon in Rio. Also nach Nordbrasilien ? Einen Brasil-Airpass von VARIG konnte ich mit dem KLM-Ticket nicht bekommen, wie schnell geklärt war.

    Reicht die Zeit, um mit dem Bus nach Norden zu fahren ? Eine gute Idee wäre es zum Beispiel, so in etwa 3 x 8 Stunden Etappen Rio - Porto Seguro, Porto Seguro - Salvador da Bahia und dann nach Natal, Recife, Fortaleza oder Aracujá zu reisen. Irgendwie hätte mich das aber genervt, wenn die lange Rückfahrt mit dem Bus und eventuell unsicheren Verbindungen die ganze Zeit wie ein Damokles-Schwert über mir schwebt.

    Die Lösung fand ich bei ltur Discount. Es gab einen Airpass der Gesellschaften Vasp (die kleine brasilianische, VARIG ist die große), Lloyd Aereo Boliviano und Ecuatoriana de Aviación. Der Grundpreis für 4 Flüge betrug am 20.01.2000 USD 560, jeder weitere Coupon USD 120.

    Und erreichbar waren die folgenden Ziele (allerdings meist nur über die Drehangeln, wenig Querverbindungen, so daß es schwierig ist, einen richtigen Rundflug zustande zu bringen) :

    Argentinien Bolivien Brasilien
  • Buenos Aires
  • Cochabamba
  • Brasilia
  • Córdoba
  • La Paz
  • Campo Grande
  • Jujuy
  • Santa Cruz
  • Guaiba
  • Salta
  • Iguazú
  • Tucumán
  • Chile
  • Manaos
  • Arica
  • Recife
  • Ecuador
  • Iquique
  • Rio de Janeiro
  • Guayaquil
  • Santiago de Chile
  • Salvador
  • Quito
  • São Paulo
  • Paraguay
    Kolumbien
  • Asunción
  • Peru
  • Bogotá
  • Cuzco
  • Venezuela
  • Lima
  • Uruguay
  • Caracas
  • Montevideo

  • Macht das Lust auf einen kleinen Rundflug ?


    So, und jetzt möchte ich noch kurz erzählen, wie der Zufallstrip so ablief


    Also, zuerst zusammen mit Bekannten, die zufälligerweise zur gleichen Zeit geschäftlich in Brasilien zu tun hatten, mit KLM von Stuttgart über Amsterdam nach Rio ...

    und dann am Strand von Copacabana ganz ganz langsam an die Sonne gewöhnen .....
    Mehr Fotos von der Copacabana

    Mehr Fotos vom Strand Mal schauen, ob der Zuckerhut noch steht !

    In Copacabana nahmen wir große Zimmer mit bestem Blick auf's Meer in einem Appartement-Haus an der Avenida Atlántica.
    Zu Rio möchte ich nicht viel reden sondern lieber die Fotos sprechen lassen. Die Links am linken Bildschirmrand führen zu mehr als 100 Bildern.
    Nach vier schönen Tagen in Rio dann weiter nach Buenos Aires.

    Der Flug sollte am späten Abend sein. Da man meistens schon um 12 Uhr das Zimmer räumen muß, eine gute Gelegenheit endlich mal den botanischen Garten zu besuchen.
    Mehr Fotos vom botanischen Garten

    Mehr Fotos aus San Telmo Wegen der 1:1-Bindung des argentinischen Peso zum US-Dollar ist Buenos Aires ein teures Pflaster. So war ich froh, daß ich per Internet ein gutes Hotelzimmer für 50 US-Dollar vorausbestellt hatte, und nicht bei Ankunft Samstag Nacht um 2 Uhr anfangen mußte, ein Hotel zu suchen.

    Der erste Weg am folgenden Tag galt dem Zentrum mit der Casa Rosada und von dort zur San Telmo Altstadt, nette Touristenfalle mit Tango-Athmosphäre. Den ersten Abend verbrachte ich im Zentrum, den zweiten im Ausgehviertel Recoleta. Die Porteños, die es sich leisten können (das sind eine ganze Menge), flüchten vor der Januarhitze Buenos Aires' nach Mar del Plata, nach Uruguay, nach Brasilien oder nach Ecuador.

    Wenn man noch ein wenig Zeit übrig hat, lohnt ein Abstecher in's nahe Uruguay.

    Für die einfache Fahrt nach Montevideo braucht die Express-Fährgesellschaft BuqueBus 3 Stunden. Direkt zur anderen Seite der Bucht nach Colonia del Sacramento kommt man in 50 Minuten.
    Mehr Fotos aus Colonia

    So, nun kommt ein Riesensprung hoch nach Quito in Ecuador. Dabei hat sich am Flughafen in São Paulo eine Geschichte angebahnt, die mit Gelbfieber und einem unscheinbaren weißen Zettel zu tun hat.

    Meine persönliches Erlebnis zum Thema Febre Amarela möchte ich gesondert weiter unten erzählen .....



    Ich hatte wohl beim Buchen nicht so genau auf die Karte geschaut und die Entfernung von Buenos Aires nach Ecuadors Hauptstadt Quito unterschätzt.
    Mehr Fotos von der Panamericana So dauerte die Flugreise mit Aufenthalt in São Paulo den ganzen Tag. Außerdem waren die Passagiere merkwürdig dick angezogen. Immerhin waren wir via Manaus von brütender argentinischer und brasilianischer Hitze aus unterwegs nach Norden ziemlich genau zum Äquator, der dem Land ja seinen Namen gegeben hat.

    Beim Aussteigen habe ich dann verstanden, warum so viele Pullover im Flugzeug zu sehen waren. Quito liegt, verteilt auf verschiedene Hügel und Täler, im Durchschnitt auf einer Höhe von ca. 2.850 Metern.
    Tagsüber knallt die Sonne, aber nachts wird es, hier am Äquator, recht kühl !

    Ecuador ist ein touristischer Hammer ! Und das nicht nur wegen der Galápagos-Inseln, die mehr zufällig zu Ecuador gehören. Am besten stellt man sich das Land dreigeteilt vor.
    Mehr Fotos vom Vulkan

    In der Mitte erstreckt sich mit den Anden ein Streifen Hochland von Norden nach Süden, wo es zahlreiche Vulkane mit mehr als 5.000 Metern Höhe gibt.

    Östlich davon liegt das Amazonas-Quellgebiet, tropische Heimat von 400 verschiedenen Tierarten. Und die Pazifikküste im Westen, vor allem um Esmeraldas, ist so, wie wir uns die Karibik vorstellen.

    Mehr Fotos von Quitos Neustadt Ok, in Quito angekommen, suchte ich mir erst 'mal ein Hotel. Der Marco.Polo-Tip, das Hotel Palmgarten, war nicht schlecht. Man gab mir netterweise das Zimmer "Stuttgart" (das Haus hat einen deutschen Besitzer !). Die wenigen Zimmer sind zwar klein, aber alles ist sehr liebevoll eingerichtet. Kostenpunkt: 15 Dollar inklusive Frühstück.
    Nachdem die internationale Devisenspekulation mal wieder Jojo mit dem Sucre, der ecuadorianischen Währung, gespielt hatte, waren Hotels, Restaurants etc. irrsinnig billig. Inzwischen ist der Sucre abgeschafft und durch den US-Dollar als offizielle Währung ersetzt.

    Die Plaza Mayor Quitos gilt als schönster Platz Lateinamerikas. Ringsum stehen sehr schöne historische Gebäude.

    Und um eine Ecke, nur ein paar Meter entfernt, steht die berühmteste Kirche Ecuadors, La Compañia de Jesus, 1605 bis 1770 von den Jesuiten erbaut.
    Mehr Fotos von Quitos Plaza Mayor


    Mehr Fotos von Quitos Altstadt Die Barockfassade außen ist eher unscheinbar und stammt von Leonhard Deubler aus Bamberg. Aus dem Vollen geschöpft hat aber der Innenarchitekt. Angeblich wurden 7 Tonnen (in Worten: Sieben Millionen Gramm) reines Gold verarbeitet.

    Die Plaza Mayor liegt im historischen Zentrum Quitos und dieses liegt auf einem Berg. Als ich abends in Quito ankam, bin ich innerhalb der ersten zwei Stunden mindestens 10 Mal eindringlich gewarnt worden, bei Dunkelheit nicht dorthin zu gehen.
    Das ist aber auch wirklich eine völlig überflüssige Aktion, denn außer wenigen schönen Fassaden an der Plaza Mayor gibt es dort Nichts ! Höchstens ein paar verängstigte Räuber.

    So hab' ich mich dann eben doch in die Neustadt zurückgezogen. Dort sind alle Hotels und alle Restaurants. Und viele Lokale nach dem Geschmack der Besucher aus USA und Europa inklusive Internet-PCs.

    So hatte ich hin und wieder Gelegenheit chilenischen und argentinischen Touristinnen die englischsprachigen Speisekarten zu übersetzen.
    Mehr Fotos von Quitos Neustadt

    Viele der US-Touristen in Quito kommen hierher um Spanischkurse zu besuchen,
    Mehr Fotos vom Cotopaxi während andere Ausflüge zu den Galápagos-Inseln oder zum Amazonas-Quellgebiet bevorzugen. Diese Touren werden von vielen Agenturen in Quito angeboten und dauern mehrere Tage. Wegen meiner knappen Zeit bleib mir nur ein Tagesausflug zum nahe gelegenen Vulkan Cotopaxi, mit knapp unter 6.000 m der höchste noch aktive Vulkan der Welt und der zweithöchste Berg Ecuadors.
    Mit einem Jeep kommt man bis auf eine Höhe von 4.500 m. Von dort aus geht man auf weicher, von Schnee genässter Vulkanerde, hoch zu einem einfachen Gebäude auf 4.800 m. Dort kann man auch übernachten. Bevor das Gewitter mit Schneetreiben aber richtig in Gang kam, zog es uns wieder nach unten. Im Gegensatz zu Abstiegen in den Alpen kann man hier geradeaus nach unten rennen, weil der Untergrund so weich ist, daß man bei jedem Schritt 10 - 20 cm einsinkt. Mehr Fotos vom Cotopaxi

    Der Vollständigkeit halber sollte ich noch erwähnen, daß in der Woche vorher gerade ein kleiner Putsch lief. Alles was ich davon noch mitbekommen habe, waren Soldaten mit MG vor dem Regierungsgebäude mit ein paar Stacheldrahtrollen daneben. Leider habe ich nur einen sehr einfachen Fotoapparat ohne Zoom, und ich habe mich nicht getraut, mich vor den Jungs aufzubauen um sie zu fotografieren.


    So, nun gehts vom Schnee in die Tropen !

    Aber mit Hindernissen. Der Flug von Quito nach Manaus sollte um 17 Uhr starten. So hatte ich mir ausgerechnet, daß ich spätestens um 23 Uhr in Manaus ein Hotel gefunden habe, ausgehfein bin und mich in den Freitagabend stürzen kann.

    Als der Flughafenbeamte am Check-In-Schalter mir aber vornehm ins Ohr flüsterte, daß sich der Abflug ein wenig verzögern könnte und es ok sei, wenn ich so gegen 21 Uhr wieder da sei, schwante mir schon Böses. Na ja, so um Mitternacht hob die klapprige 727 dann ab. Es war zu hören, daß sie zuvor auf dem Flug von Mexico nach Quito Probleme hatte. Also, erst mal ein 30-Minuten-Hüpfer nach Guayaquil, Quitos quirliger Hafenstadt am Pazifik. Im Flugzeug vor allem Urlauber aus São Paulo und aus Argentinien. Nach einer Viertelstunde erneut in der Luft gab der Pilot durch, daß er technische Probleme habe und nun nach Guayaquil zurückfliege. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich ein mulmiges Gefühl im Flugzeug und alle Verspätungen waren schlagartig vergessen .....

    Irgendwie brachte der Pilot die röhrende Klapperkiste heil nach unten. Wie immer in solchen Fällen erfuhr man hinterher nicht, was eigentlich los war.
    Oro Verde, Guayaquil Nun war Warten angesagt. Irgendwann fragte ich 'mal einen Offiziellen, wie lange es wohl dauern würde, bis eine Ersatzmaschine da sei. Total schockiert antwortete er: "Ersatzmaschine (???), wir reparieren die alte !!".

    So nach 2 Stunden fing man dann an, die Passagiere per Bus in ein Luxushotel zu schaffen. Sie organisierten es ganz geschickt möglichst schnell die Zimmer zu verteilen. So gegen 5:30 Uhr morgens waren dann alle versorgt. Wecken 9:00, Abflug 12:00, Ankunft Manaus 17:00, also nach 24 Stunden.



    Klar, der erste Weg am andern Tag führte zur berühmten Oper von Manaus,
    in Deutschland vor allem bekannt durch Werner Herzogs Film Fitzcarraldo mit Klaus Kinski als besessenem Kautschuck-Baron. Bei Fertigstellung im Jahre 1896 war es meines Wissens nach der Mailänder Scala und vor Odessa das zweitgrößte Opernhaus der Welt. Es war Samstag abend und ich hätte tatsächlich in eine Vorstellung gehen können. Meine Kleidung paßte aber besser zu der kleinen Kneipe nebenan. Mehr Fotos von der Oper
    Mehr Fotos von der Punta Negra Nach dem Flug Quito - Manaus war am Sonntag ausruhen angesagt. Die Punta Negra ist so etwas wie die Badewanne von Manaus. Der Fluß ist so breit, daß man denkt man sei am Meer. Jede Menge Grillstände mit frischem Amazonas-Fisch, Piranha-Suppe, Videowände für die Fußballfans und am Abend große Freiluft-Disco !
    Für montags hatte ich für 50$ eine eintägige Amazonas-Tour gebucht. Man bekommt diese Touren überall auf der Straße angeboten. Merkwürdigerweise hatten die anderen Gäste arg viel Gepäck dabei. Ich habe erst abends kapiert, als ich als einziger Passagier an einer Pier in Manaus abgesetzt wurde, daß die anderen alle für mehrere Tage gebucht hatten. Mehr Fotos vom Amazonas
    Mehr Fotos vom Amazonas abends Die Boote sind ziemlich einfach, unten Kochgelegenheit und drei Holzbänke und oben ein Sonnendeck. Keine Toilette, aber die Köchin hat ein super Essen hingezaubert. Außer dem Kapitän, dem englischsprachigen Guide, der Köchin und mir waren 2 Argentinier, 1 Australier, 2 Franzosen, 2 Norweger, ein Paar aus Madrid und 1 Japaner an Bord.

    Die Fahrt führte zuerst zum "Encontro das águas", dem Zusammenfluß des schwarzen Rio Negro mit dem gelben schnell fließenden und fischreichen Rio Solimões zum Rio Amazonas.

    Danach zu einer kleinen Insel mit einem riesigen Baum und einem Seerosenteich mit spezieller Fleischeinlage.
    Aus sicherer Entfernung von einem hoch gezimmerten Steg aus konnte man die ausgewachsenen Kaimane beobachten, die unter den Seerosenblättern herauslugten.

    Manchmal kann man Ara-Papageien im Paar-Synchronflug beobachten.
    Beliebt ist außerdem das Piranha-Angeln. Mit einfachen Ruten und kleinen Fleischstückchen als Köder wirbelt man das Wasser auf um die Amazonas-Nager anzulocken.

    Bei Dunkelheit versuchte unser Guide uns per Sturzanlandung auf das Schilfufer noch mal Kaimane zu zeigen. Wir sahen dann auch zwei Mal Augenpaare leuchten, die aber schnell wieder verschwanden. Einmal erwischte er dabei das Kaiman-Baby, das wir später wieder ins Wasser zurück ließen.
    Mehr Fotos vom Amazonas abends


    Mehr Fotos von Santa Cruz Santa Cruz de la Sierra ist eine wichtige Drehscheibe im Flugverkehr und entwickelte sich zur bolivianischen Boomtown, als man mit der Erdölförderung im Tiefland Richtung brasilianische Grenze begann. Mit dem Boom hat natürlich auch Boliviens Exportschlager Nr. 1 zu tun, das Kokain. Auf Druck der US-Regierung ist in den letzten Jahren die Koka-Produktion allerdings erheblich gedrosselt worden, ... sagt man.
    Von Santa Cruz aus hätte ich gerne das schöne Sucre besucht oder die Stadt Potosí mit dem höchstgelegenen Flughafen der Welt, aus altspanischer Zeit berühmt für die Silbermünzenprägungen.

    In der Nähe von Santa Cruz gibt es einige Siedlungen der Mennoniten. Aber nachdem ich einige dieser seltsamen Gestalten schon im Flugzeug (Miami - Manaus - Santa Cruz) bewundern konnte, war ich darauf nicht besonders neugierig.

    Manche Agenturen versuchen etwas daraus zu machen, daß nicht weit von hier 1966 Che Guevara vom bolivianischen Militär erschossen wurde. Aber so schnell wird dort keine bolivianische Regierung ein Denkmal aufstellen !

    So habe ich mich dann für einen Ausflug nach Samaïpata entschieden. Das liegt schon ein wenig im Hochland an der Straße nach Cochabamba und ist 120 km von Santa Cruz entfernt. Der Reisebus nach Cochabamba war ausverkauft, aber in der Nähe warteten Sammeltaxis, die speziell nach Samaïpata fahren. Kommt man als Vierter, so erhält man zwar den unbequemen Platz hinten in der Mitte, dafür fährt der Wagen aber sofort los. Mehr Fotos von Samaïpata
    In dem kleinen Ort Samaïpata leben eine ganze Reihe europäischer, vor allem deutscher Aussteiger. Die Serie begann mit einem Ostdeutschen, der schon in den Achtziger Jahren kam.

    Mehr Fotos von Samaïpata In der Nähe gibt es ein Geheimnis aus alter Zeit. Ich kann mich noch an das erste Buch Erich von Dänikens erinnern, in dem er uns den Fels bei Samaïpata als prähistorische Landebahn Außerirdischer verkaufen wollte.

    Offenbar ist der ungewöhnliche Berg von einer Kultur vor den Inkas zu kultischen Zwecken bearbeitet und verwendet worden.
    Die einfachen, auf Stein gemalten Hinweisschilder sagen nur, daß die ganze Anlage an ähnliche Konstruktionen bei Machu Picchu und anderen Orten in der Nähe von Cuzco erinnert.


    Nach so vielem Umherreisen taten die letzten Tage Faulenzen in Rio richtig gut.

    Ganz ehrlich, Quito, Manaus und Bolivien waren interessant. Aber diese vier Tage in Rio waren doch die schönsten der ganzen Reise !

    Wer einmal hier war wird immer wieder kommen !
    Mehr Fotos von der Copacabana



    Mein kleiner weißer Zettel und das Febre Amarela

    Abflug morgens 6:00 Uhr für die Flüge Buenos Aires - São Paulo und São Paulo - Manaus - Quito. Eigentlich war ich heilfroh es so früh zum Flughafen geschafft zu haben. Die Dame am Check-In versuchte einer Azubi anhand meines Tickets vorzuführen, wie man die Bordkarte für den Anschlußflug São Paulo - Quito gleich mit ausstellt. Aber alle Anrufe von Argentinien nach São Paulo in Brasilien haben nichts genutzt, es ging nicht. Schade.

    So hat mich das Schicksal einer pickligen schlecht gelaunten Blondine am Check-In-Schalter in São Paulo ausgeliefert. Zuerst hat sie, obwohl es ja nur Transit (!) von Argentinien nach Ecuador über Brasilien war, die üblichen 36 US-$ Strafsteuer für das Vergehen verlangt aus Brasilien auszureisen. So war ich nun auch schon richtig gut aufgelegt.

    Danach war die Rede von Febre Amarela (Gelbfieber). Ich hatte so etwas bisher immer mit tropischen Gebieten in Verbindung gebracht und nicht mit einer Gegend, die 3000 m hoch liegt. Aber alles Meckern nutzte nichts, sie bestand auf einer Gelbfieber-Schutzimpfung (für die sich die Argentinier interessanterweise überhaupt nicht interessiert hatten).

    Rein zufällig hatte ich jetzt noch einen kleinen Trumpf im Ärmel. Die Bekannten, mit denen zusammen ich von Deutschland nach Brasilien geflogen war, wollten ja weiter nach Zentralbrasilien und hatten sich aus diesem Grund schon in Stuttgart gegen Gelbfieber impfen lassen. In den Tagen in Rio war ich dann doch wegen meinem weiteren Ziel Manaus ein wenig besorgt und hatte mich erkundigt, wo ich in Rio solch eine Impfung bekommen kann. Im Posto da Saude irgendwo in Copacabana wurden die Leute fließbandartig geimpft und ich habe diese schöne Bescheinigung bekommen.

    Febre Amarela

    Also den Zettel rauskramen und der grätigen Flughafendame zeigen. Diese verschwindet damit und kommt nach drei Minuten zurück: "Das ist nicht für Febre Amarela !".

    Also zeige ihr ich mit dem Finger wo "F. Amarela" steht. Wieder verschwindet sie für drei Minuten und sagt dann: "Das ist nicht international, damit können Sie nicht nach Quito".

    Nun war der einzige Moment der Reise gekommen, wo ich richtig stinkig wurde. Ich glaube, ich fing an zu toben. Und habe kein portugiesisch und kein englisch mehr verstanden, im Zweifelsfalle auch kein deutsch.

    Ich weiß nicht mehr, wie es geschah. Aber irgendwie wurde mir ein gelbes internationales Impfbuch ausgestellt und ich durfte doch noch nach Quito.


    Vielleicht habe ich mit der ganzen Gelbfieber-Geschichte ziemlich Glück gehabt. Später auf der Rückreise beim Flug von Santa Cruz (Bolivien) nach São Paulo haben die Brasilianer bei der Einreise vor der Paßkontrolle von jedem Passagier die Impfung kontrolliert. Ohne das gelbe Ding hätten sie mich nie und nimmer nach Brasilien zurückgelassen. Bei der Einreise nach Europa hat sich aber niemand dafür interessiert.

    So viel zum Thema sorgfältige Reisevorbereitung !


    Weiter mit Ecuador

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